"Musik tut gut" - und verbindet

„Musik tut gut“ – unter diesem Motto stand das erste regionale Musikfest der Region Nordwest am Sonntag, 18. Mai, das mit einem fulminanten Festgottesdienst in der Oftersheimer Christuskirche startete. 

Die Gemeinden Brühl, Eppelheim, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt und Schwetzingen feierten damit nicht nur die Kirchenmusik, sondern auch die Verbindung der sechs Gemeinden, die sich im Jahr 2027 zusammenschließen werden. – Beim gemeinsamen Musizieren war dieses Zusammengehörigkeitsgefühl bereits spürbar.
 
Zu den beteiligten Ensembles gehörten  der Singkreis Eppelheim  unter der Leitung von Otmar Wiedenmann-Montgomery, die vereinigten Posaunenchöre Oftersheim-Schwetzingen-Ketsch unter der Leitung von Bezirkskantor Paul Hafner, der Flötenkreis Oftersheim unter der Leitung von Britta Fellenberg, das Vokalensemble und der Gospelchor Schwetzingen sowie der neu gegründete Regio-Chor (Gesamtleitung Paul Hafner).  - Und auch einige ehemalige Konfis und Teamer beteiligten sich musikalisch.
 
Ebenso breit gefächert waren auch die musikalischen, die von Brahms Psalmvertonung „Wie lieblich sind deine Wohnungen“ über Schlager (Udo Jürgens: „Ich glaube“) bis zu poppigen und rockigen Tönen („Hillsong“, "Das glaube ich") reichten.
 
Wie wichtig und wohltuend Musik tatsächlich ist, das konnten die zahlreichen Besucherinnen und -besucher nicht nur an Leib und Seele spüren, sondern zog sich auch inhaltlich als roter Faden durch den Gottesdienst. So sprach Pfarrer Tobias Habicht aus über den ehemaligen Hirten David aus dem 1. Buch Samuel. David wurde für den damaligen König Saul zum „Musiktherapeuten“, indem er ihn mit seiner Musik aus einer Depression holte. „Es gibt Musik, die heilt“, sagte Pfarrer Tobias Habicht, „nicht jede – nicht immer. Aber manchmal trifft ein Klang etwas, das Worte nicht erreichen, (…) das man kaum benennen kann: Die Seele richtet sich auf. Das Dunkel tritt zurück. Und für einen Moment wird es still – außen wie innen“.
 
Für uns Christen könne Christus selbst zum Lied werden; zu einem Lied, das nicht verstumme, so Habicht. „Er singt uns zu, was wir oft nicht glauben können: ‚Fürchte dich nicht. Ich bin da!‘“
 
Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem gemeinsamen Essen in den Gemeindesaal eingeladen. Bei Schnitzeln (mit und ohne Fleisch), Kartoffelgratin und mitgebrachten Salaten wurde zusammengesessen und weitergefeiert. – Und die verschiedenen Menschen aus den unterschiedlichen Orten hatten die Gelegenheit, weiter miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
Das gemeinsame Lied „Nun danket alle Gott“ bildete am Nachmittag den Abschluss des Regio-Musikfests. – Gänsehaut war dabei garantiert.
 
Musik schaffe eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, hatte Pfarrer Steffen Groß während des Gottesdiensts gesagt. Sie sei ein Geschenk des Himmels, „das wir heute, am Sonntag Kantate, bei unserem ersten regionalen Kirchenmusikfest miteinander teilen“. - Dies können wohl alle Mitfeiernden bestätigen!